Probelokal

Der Musikverein Mörbisch bekommt ein neues Probelokal

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über unser wichtigstes Projekt, der Bau des neuen Probelokals. Seit Jahren ist der Musikverein auf der Suche nach einem anderen neueren Probelokal.

Zuerst ein kleiner Rückblick:

In der Mitgliederzeitung Nr. 4 vom April 2000 war die Rede von einer Sanierung des Probelokals. Hier der Bericht vom damaligen Obmann Peter Vargyas:

Neues Probelokal

... oder doch nicht?

Seit Bestehen des Vereines stellt die Gemeinde ein Probelokal zur Verfügung. Nicht immer ohne Probleme. Die wohl größten Probleme gibt es mit dem jetztigen, sanierungsbedürftigen Probelokal. Und das bereits seit Jahren. Mit der letzten Gemeinderatssitzung wurde die x-te Runde dieses endlosen Walzers begonnen.

In vielen Gemeinden des Burgenlandes wird dem Musikverein von der jeweiligen Gemeinde ein geeignetes Probelokal zur Verfügung gestellt. Auch hier in Mörbisch.
Hier ist es seit 30 Jahren Sitte - oder besser Unsitte - den Musikverein alle paar Jahre in einem anderen Gebäude unterzubringen.
In einem Brief an den Gemeinderat wurde von uns nun die Bitte herangetragen, man möge endlich einen Beschluss fassen, das momentane Probelokal dem Verein zu widmen, um solche Umsiedlungen in Zukunft zu vermeiden. Außerdem wurde gebeten, das Haus zu sanieren, da bereits Einsturzgefahr besteht.

Vor einigen Wochen war dieses Thema endlich auf der Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung.
Unter den Mörbischer Politikern aller Fraktionen herrschte zwar Einigkeit, dass etwas zu geschehen hätte, Art und Weise mussten zunächst erörtert werden.

Nach einer hitzigen Debatte wurde schließlich einstimmig beschlossen, dass zwischen Gemeinde und Musikverein ein Vertrag unterzeichnet werden soll, in dem folgendes festgehalten werden soll:

  • Das Gebäude (Hauptstr. 97) wird dem Verein gewidmet.

  • Der Verein ist für die Erhaltung des Gebäudes verantwortlich.

Einige Details sind jedoch noch offen:

  • Inwieweit kann man dem Verein die Verantwortung eines sanierungsbedürftigen, einsturzgefährdeten Gebäudes übertragen? Welche Verantwortung geht hier über?

  • Die Gemeinde ist weiterhin Eigentümer des Gebäudes. Was darf also ohne Genehmigung der Gemeinde saniert werden?

  • Und die wichtigste Frage: Wer bezahlt?

Der Vertrag wird zur Zeit ausgearbeitet und danach von unserem Vorstand geprüft. In den nächsten Ausgaben werden wir Sie über die Resultate informieren!

(aus Mitgliederzeitung "Allegro" Nr. 4, April 2000, Seite 4)

Bei dieser einen Gemeinderatssitzung ist es nicht geblieben. Von nun an gab es zahlreiche Ansuchen, Anträge, Pläne über ein saniertes oder sogar neues Probelokal.

In der nächsten Mitgliederzeitung Nr. 5 vom November 2000 schrieb der Obmann:

Ein neuer Aufenthaltraum motiviert die Jugend

Sanierung des Probelokals: der x-te Akt

Das ambivalente Verhältnis zwischen Politik und Musikverein beschert uns zwar einen neuen Aufenthaltsraum, aber auch einen Stillstand bei der Sanierung des Probelokals.

Probelokal MV Mörbisch

Dass zwischen Politik und Vereinswesen ein ambivalentes Verhältnis herrscht, ist allgemein bekannt. Auf der einen Seite will man Vereine unterstützen, um deren Stellung in der Gesellschaft zu festigen. Andererseits ist jeder Politiker erpicht zu sparen, wo es nur geht. Auch in diesem Fall ist bekannt, dass die Vereine die ersten Opfer einer solchen Sparpolitik sind.

Besonders augenscheinlich ist dies in Mörbisch. Seit mehr als acht Jahren wir uns nun schon versprochen, dass das Probelokal saniert wird, um einen geregelten Probebetrieb zu gewährleisten. Immer wieder werden jedoch Entscheidungen verschoben oder versucht, den Musikverein als Bremser hinzustellen: so heißt es ständig, es würden seitens des Vereines keine Anträge eingebracht, keine Pläne vorgelegt oder keine Kostenvoranschläge eingeschickt. Vorwürfe, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Seit ebenfalls mehr als acht Jahren berichten wir regelmäßig über diese Probleme. Wir weisen auf die Probleme hin und versuchen Lösungen zu finden.

Währenddessen häufen sich die miserablen Zustände des Probelokals. Waren die Hauptprobleme bis jetzt die Löcher und Risse in den Wänden, von denen bereits der Putz herunterfällt, so kommt jetzt auch noch das immer undichter werdende Dach hinzu. Das Ende September auftretende Problem verursachte bereits Schäden in unserem Archiv: Regenwasser, das durch das undichte Dach in unseren Proberaum gelangte, vernichtete einige Noten. Größere Schäden konnte im letzten Moment abgewendet werden.

 Auf der anderen Seite förderte Bürgermeister Martin Sommer in diesem Jahr unsere Jugend, indem er den Jungmusikern ermöglichte, sich einen Aufenthaltsraum einzurichten. Der alte Bibliotheksraum wurde mit Hilfe des Bürgermeisters neu verputzt, ausgemalt, es wurde ein neuer Bodenbelag verlegt und der Raum wurde neu möbliert.

In diesem Sinne wollen wir uns beim Bürgermeister für die Unterstützung herzlich bedanken, aber gleichzeitig auch die Forderung stellen, endlich die Sanierung des Probelokals voranzutreiben, um unsere Probetätigkeiten zu sichern.

(aus Mitgliederzeitung "Allegro" Nr. 5, November 2000, Seite 9)

Bis jetzt war nur die Rede von einer Sanierung des alten Probelokals. Doch da nun die Sanierung dieses Gebäudes mehr kosten würde als ein neues Probelokal, entschieden wir uns für den Bau eines neuen Probelokals.

Anfang 2001 stellte sich der Vorstand eine grundsätzliche Frage:

Wo wird gebaut?

Nach zahlreichen Verhandlungen wurde beschlossen in der hinteren Hälfte des Musikparkes (Raiffeisenstraße) zu bauen. Da nun ein Nachbar dort angrenzend eine Halle bauen wollte und diese "Schlucht" zwischen diesen Gebäuden das Ortsbild schädigen würde, konnte dort nicht gebaut werden. Der Traum des neuen Probelokals schien geplatzt, doch die Gemeinde machte uns bereits den nächsten Vorschlag:
Neben den nun neu asphaltierten Feuerwehrplatz sind drei Bauplätze. Zwei von diesen würde uns die Gemeinde zur Verfügung stellen. In der darauf folgenden Vorstandssitzung wurde beschlossen, dass der Vorschlag der Gemeinde angenommen wird (wir sahen keine andere Möglichkeit) und der Vorstand entschied sich für die beiden oberen Bauplätzen.

Anfang 2002

Wir hofften, dass wir im Juli 2001 bzw. August 2001 mit dem Bau beginnen konnten, aber dem war nicht so! Nach zahlreichen Überlegungen wurde der Bau des Probelokals verschoben. Der Grund: Die plötzlich rasch sinkende Zahl der Musiker! Dem Verein gehörten zu dieser Zeit 19 Musiker an, von denen Ende des Jahres höchstwahrscheinlich 2 in Pension gehen! Also stand es nicht gut um den MV Mörbisch und deshalb wurde der Bau des Probelokals verschoben!

Den kostspieligen Bau eines komplett neuen Probelokals konnte sich der MV nicht leisten, daher kam es zu folgender Lösung: den hinteren, höhergelegen Teil des Probelokals weg zu reißen und einen neuen modernen Proberaum zu bauen.

Es erscheint Mitte 2002 ein Licht am Ende des Tunnels. Am 18.4.2002 erhielten wir die Zusage des Bundesdenkmalschutzamtes das hintere baufällige Gebäude niederzureißen und dort ein neues moderneres Probelokal zu bauen. Nun müssen wir noch einen genauen Plan vorlegen. Hoffentlich können wir bald beginnen

Anfang 2003 - Wir haben begonnen!!

Im September 2002 begannen wir endlich mit dem Bau des neuen Probelokals! Das alte Probelokal wurde wie geplant, weg gerissen und es wird ein neues Musikerheim gebaut. In der Photogalerie sind bereits die ersten Bilder des Baus zusehen.

Der Musikverein Mörbisch möchte allen Helfern u. Spendern recht herzlich danken, ohne Sie wäre der Bau unmöglich gewesen. Besonderst bedanken möchten wir uns bei bei Herrn Michael Schindler, Herrn Fiedler Karl sowie unserem Obmann Jäger Helmut, welche unermüdlich im Einsatz sind und den Bau des Probelokals vorantreiben. Weiters gilt der Dank unsern Gönnern Herrn Wanninger u. Herrn DI Gürtler. Danke!

So das wars ... das Probelokal steht im Rohbau und die Akte Neues Probelokal kann bald geschlossen werden!

Ende 2005 - Fast fertig!

Nach vielen Jahren des Hoffens der Musiker ein neues Probelokal zu bekommen, ist der Um- und Neubau fast abgeschlossen. In den letzten beiden Jahren wurde eifrigst an dem neuen Probelokal gearbeitet. Die Gemeinde subventionierte eine neue Küche. Der neue Proberaum wurde weiß gestrichen, eine Akkustikdecke und ein Parkettboden aus Eiche installiert. Außen wurde die Fassade gemacht und auch der Musikpark wurde teilweise neu gestaltet.

Einzig der Keller und der Musikpark müssen nun nur mehr renoviert werden. Seitens der öffentlichen Hand gab es kaum Subventionen, dies hielt den Musikverein aber trotzdem nicht auf rund € 123.000 (1,7 Mio. ATS) aufzubringen und in das neue Probelokal samt Musikpark zu investieren.

Nochmals danke an alle die dies ermöglicht haben.

Bericht von Wolfgang Fischl (Webmaster und Schriftführer)